Seilbahnen fordern Verschiebung der Verkürzung der Gültigkeit für den Grünen Pass

OFFENER BRIEF: Seilbahnen fordern Verschiebung der Verkürzung der Gültigkeit für den Grünen Pass
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WKÖ-Fachverband sowie Fachgruppen der Länder ersuchen Bundesminister Mückstein, die geplante Verkürzung praxisnah umzusetzen

Wien (OTS) – Franz Hörl, Obmann des Fachverbands Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), übermittelte Donnerstag Abend einen offenen Brief an Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. In diesem, auch von sämtlichen Landes-Fachgruppen-Obleuten unterzeichnetem Brief, fordern die Seilbahnen, „die geplante Verkürzung der Gültigkeitsdauer des Grünen Passes für unseren Bereich zu überdenken, diese jedoch zumindest um einen Monat nach hinten zu verschieben“.

Der OFFENE BRIEF an Gesundheitsminister Dr. Wolfgang Mückstein im Wortlaut:

Die österreichischen Seilbahnbetriebe haben sich seit Beginn der Pandemie als sichere und verantwortungsvolle Unternehmen erwiesen und die strengsten 2 G-Kontrollmaßnahmen mitgetragen.

Schon seit der ersten Phase wurden umfassende und professionelle Maßnahmenpläne entwickelt, die auch von Ihrem Vorgänger Rudolf Anschober explizit und lobend erwähnt wurden.

Jetzt stehen wir – in Folge überbordenden politischen Krisenmanagements – erneut an einem Scheidepunkt. Für unsere Branche stellt die ab 1. Februar in Kraft tretende Verkürzung der Gültigkeit des Grünen Passes eine massive Belastung für die heimischen Seilbahnbetriebe und den gesamten Wintertourismus in Österreich dar. Aufgrund der strengeren Coronaregeln leiden wir schon jetzt an einem drastischen Standortnachteil gegenüber den Skiregionen in unseren Nachbarländern und somit gegenüber unseren größten Mitbewerbern am europäischen Markt.

Aus Kundensicht stellt es eine enorme Herausforderung dar, am 1. Februar den Grünen Pass für geschätzte 270.000 Tickets zu kontrollieren und diese in den elektronischen Systemen wieder freizuschalten. Genau das müsste aber getan werden, wenn sich der Zeitraum von einem Tag auf den nächsten um drei Monate verringert. Die Seilbahnbetriebe haben sich seit Beginn der Pandemie als verlässliche und verantwortungsvolle Unternehmen bewiesen und werden dies auch in Zukunft tun. Jede Maßnahme seitens der Regierung wurde mitgetragen und professionell umgesetzt, auch wenn wir in keiner Phase für einen Anstieg der Infektionen verantwortlich waren.

Der aktuelle Kurs ist somit eine Ohrfeige für all jene, die unter diesen miserablen Bedingungen zumindest Schadensbegrenzung betreiben wollen. Neben den nicht zu bewältigenden organisatorischen Hürden stellt sich dabei vor allem die fehlende Information an ausländische Gäste als Hauptproblem dar. Diese dürfen, ab dem 1. Februar zwar mit ihrem Grünen Pass bis 270 Tage Gültigkeit nach Österreich einreisen, der Skilift bleibt für sie aber geschlossen, wenn seit der letzten Impfung 180 Tage vergangen sind. Ein untragbarer Zustand, der nicht nur finanziell einen großen Schaden verursacht, sondern auch unser Image in arge Mitleidenschaft zieht.

Die verkürzte Gültigkeitsdauer findet zudem in einer Hochphase der Saison statt, wodurch die zu erwartenden Ausfälle und administrativen Probleme zusätzlich verschärft werden.

Während in den Nachbarländern teils Rekordergebnisse erzielt werden, rutschen wir ohne jegliche Notwendigkeit immer weiter nach unten ab. Das ist für die Unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für ganze Regionen in unserm Land ein Desaster.

Wir ersuchen Sie daher dringlich, die geplante Verkürzung der Gültigkeitsdauer des Grünen Passes für unseren Bereich zu überdenken, diese jedoch zumindest um einen Monat nach hinten zu verschieben, um größeren Schaden noch rechtzeitig abzuwenden.

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Silvio

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2 Kommentare zu „Seilbahnen fordern Verschiebung der Verkürzung der Gültigkeit für den Grünen Pass“

  1. Es sollte generell verschoben werden und nicht auf einzelne Sparten Rücksicht genommen werden! Es betrifft ca300.000 Österreicher ,welche am 1.Februar ihr Impfzertifikat verlieren .
    Es ist ohnehin eine Frechheit und eine undurchdachte Aktion ,mir kommt es oft so vor ,als wenn die GEKO mit ihren Spiesgesellen um einen Tisch sitzen und darum würfeln ,was sie als nächstes Verbot auswählen !

  2. Jürgen Schmid

    nur ein Beispiel unprofessioneller unüberlegter HauRuck Politik. Die Liste ist inzwischen unerträglich lange. Die Damen und Herren sind ja nicht haftbar, sind nur Steuergelder, oder in diesem Fall Unternehmen die leiden, in anderen Fällen Schulkinder.

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